St. Josef-Hospital Bochum, Infektionsstation

Referenzen · Krankenhäuser

Neubau einer Infektionsstation

St. Elisabeth- und St. Josef-Hospital Bochum

Planungsbeginn: Mai 2004
Fertigstellung: Mai 2008
Bauherr: St. Josef- und St. Elisabeth-Hospital, Bochum

Leistungen der ISW:
Gesamtplanung Techn. Gebäudeausrüstung
GWA- und WWR-Anlagen
Elektrotechnik

Planung/Bauleitung
W. Willmes, H. Lunemann, R. Neufeld

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Im Rahmen einer der letzten IVP-Maßnahmen des Landes NRW hat das St. Josef-Hospital den Neubau einer Infektionsstation und einer Zentralsterilisation errichtet. Die Infektionsstation wurde auf der Basis der neuen VDI-Richtlinie 2167 „Technische Gebäudeausrüstung von Krankenhäusern“ geplant und gebaut.

Im Erdgeschoss ist eine Infektionsstation mit 19 Bettenzimmern vorgesehen, wo die Möglichkeit geschaffen wird, Patienten mit den unterschiedlichsten Infektionskrankheiten versorgen zu können. Berücksichtigt wurde die räumliche und raumlufttechnische Gestaltung insofern, dass die Station im Bedarfsfall in drei verschiedene Bereiche getrennt werden kann.

Stufe 1
Hier werden Patienten mit Infektionskrankheiten versorgt, die keine besonderen hygienischen Anforderungen an die Klimatechnik stellen.

Stufe 2 und 3
Hier werden vorzugsweise Patienten mit Infektionskrankheiten versorgt, die eine hohe hygienische Anforderung an die Raumlufttechnik stellen. Die Zimmer der Stufe 2 und 3 sind über verriegelte Schleusen zu begehen. Die Kommunikationseinrichtung ermöglicht einen Patientenkontakt, um das notwendige Umziehen minimieren zu können.

Die Zimmer der Stufe 3 sind als Intensivzimmer der Anwendungsgruppe 2, Räume mit IT-Netz, ausgestattet. Die Infektionsstation bietet mit ihrer hochmodernen Lüftungsanlage sowohl die Möglichkeiten infektionsgefährdete Patienten (Patientenzimmer wird im Überdruck gehalten) sowie zu isolierende Patienten (Patientenzimmer befindet sich im Unterdruck) zu behandeln. Aus diesen Gründen ist die gesamte Station mit einer entsprechenden Raumlufttechnischen Anlage ausgestattet, die auf diese Wechselfälle reagieren kann.

Die Beheizung und Kühlung erfolgt über eine kombinierte Fußbodenheiz- und -kühlanlage. Damit wird der Forderung in der VDI 2167 „Verzicht auf Heizkörper“ erfüllt. Die Anlage bietet den günstigen Nebeneffekt, dass über den Fußboden gekühlt werden kann und somit eine Überhitzung des Gebäudes in den Sommermonaten vermieden wird.