Projektdetails

Barrierefreies Wohnen, Dortmund Brackel

Gesamtplanung TGA, Geothermie, Photovoltaik

Planungsbeginn: 2007
Fertigstellung: Dezember 2009
Bauherr: Spar- u. Bauverein Dortmund e.G.

Leistungen der ISW:
Planung Technische Gebäudeausrüstung
oberflächennahe Geothermie, Photovoltaik

Planung/Bauleitung:
A. Mengü / O. Kretschmar / J. Willmes / C. Gierse

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Bei dem Neubau eines barrierefreien Wohnhauses mit 50 Wohnungen war es von Anfang an das Ziel für die Energieversorgung ein innovatives und nachhaltiges Konzept zu entwickeln. ISW als Fachplaner war frühzeitig in die Planung eingebunden, um mit dem federführenden Architekturbüro zusammenzuarbeiten.

Das Konzept zur heizenergetischen Versorgung basiert auf Solarthermie und der Nutzung von oberflächennaher Geothermie. Zwei Wärmepumpen mit einer thermischen Gesamtleistung von 200 kW decken die Heizlast des Gebäudes ab. Als Energiequelle für die Wärmepumpen dient ein Erdsondenfeld, bestehend aus 25 Bohrungen á 150 m Tiefe. Ein 80 m² großes Solarkollektorfeld auf dem Dach deckt im Sommer nahezu vollständig den Bedarf an warmem Trinkwasser und unterstützt, durch die niedrigen Systemtemperaturen, die Heizung im Winter. Die Wohnungen in dem Wohnhaus mit zwei Aufzügen werden barrierefrei eingerichtet.

Durch einen engen Verlegeabstand der Fußbodenheizung kann mit diesem System im Sommer passiv über das Erdsondenfeld das Gebäude effektiv gekühlt werden. Dies steigert die Attraktivität der Wohnungen und erhöht die Behaglichkeit der Bewohner.

Die Trinkwassererwärmung erfolgt durch Plattenwärmeübertrager. Folglich wird nur Heizwasser gespeichert und Trinkwasser nach Bedarf frisch erhitzt.

Eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von ca. 20 kW auf dem Dach nutzt ebenfalls die Energie der Sonne und erzeugt Strom.

In Absprache mit dem Architekturbüro und unseren Elektroingenieuren wurde ein Beleuchtungskonzept für die Innen- wie auch Außenbereiche erarbeitet.

Schematische Darstellung zweier Erdwärmesonden

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