Projektdetails

Neubau Kompetenz- und Veranstaltungszentrum Volksbank, Hamm

Gesamtplanung Technische Gebäudeausrüstung

Planungsbeginn: Mai 2009
Fertigstellung: Juni 2012
Bauherr: Volksbank Hamm eG

Leistungen der ISW:
Planung und Bauleitung der Technischen Gebäudeausrüstung

Planung/Bauleitung
S. Rinsche, H. Lunemann, S. Schierhoff, B. Schulte, E. Kremser

Mit einem Festakt eröffnete die Volksbank Hamm eG im Juli 2012 den Neubau ihres Kompetenz- und Veranstaltungszentrums, das als Anbau an eine bestehende Volksbank-Filiale in Hamm (Westfalen) errichtet wurde.

Die ISW Ingenieur GmbH Schmidt & Willmes ist mit der Gesamtplanung der Haustechnik beauftragt, die sowohl die komplette elektrotechnische Versorgung als auch den versorgungstechnischen Bereich umfasst. Neben der Planung der Elektro- und Versorgungstechnik ist die ISW Ingenieur GmbH Schmidt & Willmes mit der Erstellung des notwendigen EnEV-Nachweises beauftragt worden. Zusätzlich wurde für die Zertifizierung des Gebäudes eine thermische Gebäudesimulation erforderlich, die ebenfalls im Leistungsbild der ISW enthalten ist. Das in einem Architektenwettbewerb ausgeschriebene Gebäude wurde durch das Architekturbüro Turkali (Frankfurt) nach dem Anforderungsprofil der Volksbank in jeglicher Hinsicht optimiert entwickelt, so dass die Komponenten Funktionalität und Wirtschaftlichkeit sowie ein Höchstmaß an Energieeffizienz umgesetzt werden konnten. Ziel dieser gesamtheitlichen Planung war die Zertifizierung des Gebäudes nach dem Anforderungsprofil der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB-Zertifizierung) und die Erlangung des Deutschen Gütesiegels für Nachhaltiges Bauen.

Im Bereich der Versorgungstechnik wurden hohe Ansprüche an die Klimatisierung der einzelnen Büro- und Veranstaltungsbereiche gestellt, die eine individuelle Anpassung an die einzelnen Nutzungsszenarien erforderte. Zur Umsetzung dieser Forderungen wurde zusammen mit der Licht- und Jalousiesteuerung eine Einzelraumregelung für die Lüftung, Heizung und Kühlung der einzelnen Raumbereiche realisiert. Um die Komplexität der Nutzungsmatrix bedienerfreundlich gestalten zu können, wurde die gesamte Liegenschaft über eine Gebäudeleittechnik angebunden, auf die von jeder Stelle des Gebäudes durch das geschulte Bedienpersonal zugegriffen werden kann.

Für die Belüftung der Veranstaltungs- und Bürobereiche wurde ein zentrales hocheffizientes Raumluftgerät eingesetzt. Nach der im Zentralgerät durchgeführten Luftkonditionierung wird diese über ein weit verzweigtes Kanalsystem bedarfsgerecht den einzelnen Veranstaltungs- und Bürobereiche zur Verfügung gestellt. Zur Beheizung und Kühlung der Gesamtliegenschaft wurden 32 Erdbohrsonden auf einer Bohrtiefe von 150 m Täufung. Über dieses Erdsondenfeld, welches sich größtenteils unter dem Gebäude befindet, wird das Kompetenz- und Veranstaltungszentrum ganzjährig und zu 100% mit Wärme und Kälte versorgt.

Um auch hier bedarfsgerecht die Heiz- und Kühlenergie zur Verfügung stellen zu können, wurde die notwendige Erdwärmepumpenanlage in drei Einzelaggregate aufgeteilt.

Ausgehend von der zentralen Wärme- und Kälteerzeugung sind sämtliche Raumbereiche über Flächenheiz- und kühlsysteme versorgt. Durch die Anpassung dieser Systeme an die Architektur und an die Nutzung des Gebäudes sind sowohl Fußboden-, Wand- als auch Deckenflächen zur Beheizung und Kühlung eingesetzt worden.
Zum Planungsumfang zählte die gesamte Elektro- u. Fernmeldeinstallation, einschließlich der Versorgung für die multimediale Ausstellung im Veranstaltungsturm.

Im Zuge der Maßnahme wurde die Ortsnetzstation der Stadtwerke Hamm umgelegt. Darüber hinaus wurde eine Photovoltaikanlage in das Energieversorgungskonzept integriert.

Aufbau von drei Aufzugsanlagen für unterschiedliche Aufgaben mit speziellen Ausstattungen.

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