Projektdetails

St. Elisabeth-Hospital Bochum St. Elisabeth-Hospital Bochum

Neubau von 3 HNO-OP’s ISW übernahm die Gesamtplanung Technische Gebäudeausrüstung

Planungsbeginn: Aug. 2002
Fertigstellung: Dez. 2004
techn. Baukosten brutto: 1.400.000 €
Bauherr: St. Elisabeth-Stiftung

Leistungen der ISW:
Gesamtplanung
Technische Gebäudeausrüstung

Planung/Bauleitung
K. Drees / P. Tyrra / R. Sommer

Im St. Elisabeth-Hospital Bochum wurde ein 2-geschossiger Neubau erstellt. Neben der im KG befindlichen Lüftungs- und Kältezentrale wurde der Bereich für eine Audiometrie neu hergerichtet. Im EG befinden sich 3 OP-Säle mit den notwendigen Funktionsräumen. Die Inbetriebnahme der Anlagen erfolgte in 2 Bauabschnitten. Hier wurde zwischen Um- und Neubau unterschieden. Dabei war zu gewährleisten, dass während der gesamten Baumaßnahme der OP-Betrieb im Um- und Neubau aufrechterhalten werden konnte.

Die Trinkwasser- und Wärmeversorgungen wurden von der bestehenden Hauptverteilung abgegriffen und in der neuen Zentrale auf separate Verteiler angeschlossen. Die Trinkwasserzirkulation wurde im Ringsystem installiert. Die Bereitstellung von zusätzlich 235 kW Wärme wurden von den Stadtwerken als Fernwärme zur Verfügung gestellt. Für die Klimaanlage war eine Gesamtkälteleistung von 160 kW erforderlich. Die zweistufige Kälte-
maschine steht nun in einer separaten Zentrale. Die Rückkühlung erfolgt über Direktverflüssiger. Die notwendige Kühlluft von 50.000 m³/h wird über einen Lichtschacht angesaugt. Die medizinische Gasversorgung wurde ebenfalls vom Hauptverteiler abgegriffen und wird nun von der neuen Unterstation auf die Etagenabsperrkästen angeschlossen.

Im Neu- und Umbautrakt befinden sich 4 verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Nutzungszeiten und Anforderungen an die Raumtemperaturen. Aus Gründen der Ausfallsicherheit der einzelnen Anlagen wurde für jede Funktionsgruppe eine separate RLT-Anlage eingeplant:

  • Zentrale Außenluftaufbereitung mit ca. 17.000 m³/h 
    (Filtern/Wärmerückgewinnung/Vorerhitzen)
  • 3 Vollklimaanlagen für OP Bereiche mit je 2300 m³/h Frischluft
    (Filtern/Erhitzen/Kühlen/Befeuchten)
  • 1 Vollklimaanlage für OP Nebenräume mit ca. 10.000 m³/h Frischluft 
    (Filtern/Erhitzen/Kühlen/Befeuchten)
  • 1 Abluftanlage OP`s mit 6900 m³/h
  • 1 Abluftanlage OP Nebenräume mit 10.000 m³/h

Die Regelung wurde mit einer neuen DDC Unterstation versehen, die auf die Gebäudeleitebene aufgeschaltet wurde. Alle Brandschutzklappen sind wartungsfrei und mit dem Trox- Netsystem verknüpft.

Für die Anbindung und Aufschaltung des neuen Gebäudeteils auf die vorhandene Energieversorgung des Kranken-
hauses mussten in diesem Bereich Leistungserhöhungen vorgenommen werden. Dazu wurden die zwei vor-
handenen Transformatoren und die dazugehörigen Einspeiseschalter in der Niederspannungshauptverteilung im laufenden Betrieb ausgetauscht. Zur unterbrechungsfreien Stromversorgung der OP-Leuchten wurde eine ZSV-Anlage installiert.

Um die Kommunikation zwischen den einzelnen OP’s und den angegliederten Nebenräumen im OP-Bereich sicherzustellen, wurde eine Sprechanlage eingerichtet. Die Sprechstellen im OP wurden in das Folienbedientableau integriert. Dem St. Elisabeth-Hospital ist eine Schwesternschule angegliedert. Zu Schulungszwecken wurde eine Videoübertragung aus den OP’s in die Schwesternschule realisiert.

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